13. September 2013

Filme über ungewöhnliche Berufswege

Schon lange will ich über ein paar gute Filmen berichten, die ich zum Thema "ungewöhnliche" Berufswege sehr empfehlenswert finde. Nun endlich tue ich es:

Unplugged: Leben, Guaia Guaia
Dabei ist mir wichtig auf den Dokumentarfilm über die Musiker von "Guaia Guaia" hinzuweisen. Den Film habe ich vor zwei Wochen gesehen und die beiden Jungs sogar letztes Wochenende bei einem Konzert kennen gelernt.
 

"Elias Gottstein und Carl Luis Zielke kommen aus Neubrandenburg und haben irgendwann einmal beschlossen, dass sie Musik machen möchten – ausschließlich Musik machen. Nichts anderes. Keine Jobs nebenher. Keine Sicherheit. Kein Netz und doppelter Boden. Musik!
Doch wenn man aus dem nordöstlichsten Zipfel der Bundesrepublik Deutschland kommt, aus Mecklenburg-Vorpommern – mehr oder weniger vom Land – dann sind die Chancen, diesen Traum zu leben, eher gering. Musik machen, ihr? Ihr spinnt! Doch wer sagt das? Wer schreibt einem das vor? Wo steht das geschrieben? Wo steht geschrieben, dass es nicht klappen könnte? Und so zogen Luis und Elias vor drei Jahren los, um auf der Straße Musik zu machen."

 

Der Film begleitet die beiden auf ihrer Tour und gibt einen schönen Einblick, wie anders Berufswege aussehen können!
Sowohl die Geschichten der beiden Jungs als auch den Film kann ich daher nur wärmstens empfehlen!

 

Einen Trailer findet man hier: www.youtube.com/watch?v=Qawbei-t3zI
Und einen etwas ausführlicheren Einblick hier bei Arte: videos.arte.tv/de/videos/tracks-guaia-guaia--6999384.html
Mehr zu den beiden Jungs hier: www.guaiaguaia.de/info.html


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Der weiße mit dem Schwarzbrot
Ein besonderes Anliegen ist mir dieser Dokumentarfilm. Christof Wackernagel, der in diesem Film porträtiert wird, hat mich sehr beeindruckt in seiner Authentizität und Radikalität.

"Es ist die Geschichte des Schauspielers, Musikers, Malers, Schriftstellers, Entwicklungspolitikers und früheren RAF-Mitglieds Christof Wackernagel. Der 1951 Geborene erzählt in dem Film, wie er als erfolgreicher junger Schauspieler in den Sog der Politisierung nach 68 geriet und irgendwann vor der Entscheidung stand »Hollywood oder RAF«. Nachdem er sich der bewaffneten Gruppe angeschlossen hatte, wurde er kurze Zeit später verhaftet und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach der Haftentlassung gelang ihm der Wiedereinstieg in die Filmbranche. Doch bald darauf war für Wackernagel wieder ein Schnitt angesagt: Es zog ihn nach Mali, wo er versuchte, eine Bäckerei für deutsches Vollkornbrot zu etablieren. Darüber hinaus verfolgt er bis heute kulturelle Begegnungsprojekte in Afrika."

 

Vor allem zu dem Thema "Selbstverrat", welches mich immer wieder beschäftigt, als ein für mich wesentlichstes Kriterium für die Lebensgestaltung, ist mir Christof aus dem Film bis heute in Erinnerung.
 

”Der einzige Film über die RAF, aus dem ein Mensch mich anspricht. Ein Mensch, der sich selbst nicht versteht, nicht zu ernst nimmt und noch viele andere Utopien hat. Einer, der sein Leben wie ein offenes Werk spielerisch gestaltet. Das muss man sehen, will man verstehen, wieso es Anarchisten immer gab und geben wird.“
Volker Schlöndorff
 

Trailer: www.youtube.com/watch?v=wYSjd_API48
Etwas mehr zu dem Film: mmmfilm.de/der_weisse_mit_dem_schwarzbrot


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Workingman´s death
Unbedingt möchte ich auch diesen Film empfehlen. Auf eine Art ist er sehr ähnlich wie "Work hard, play hard", zeigt er doch die heutige Arbeitsrealität. Allerdings genau das Gegenteil zu oben genannter. Hier geht es nicht um die Büros sondern die harte, körperliche Arbeit, die auch heute noch an unterschiedlichsten Stellen der Welt getan wird.
So gibt auch dieser Film sehr bemerkenswerte Einblicke in Arbeitswelten, die den meisten bisher wahrscheinlich unbekannt waren (mir auf jeden Fall!).
Hervorzuheben ist, dass gerade dieser Film auch als Film, also als Kunstwerk, mich sehr überzeugt und beeindruckt hat!

 

Einen Trailer gibt es hier: www.youtube.com/watch?v=z8W4tenHFb0
Und auf der Website viele Hintergründe: www.workingmansdeath.at/about_dt.html


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Work hard, play hard
Dieser Film zeigt sehr eindrücklich die heutige Arbeitswelt der Großunternehmen. Auch dort entsteht immer mehr so genannter "Freiraum" und Flexibilität für die Angestellten. Sehr schön wird in dem Film die Absurdität vor Augen geführt und für mich auch das Grauen. Dies alles sehr ästhetisch und gut gemacht, wie ich fand.
"In unserer modernen Arbeitswelt bedeutet die Sanierung eines Betriebes die Sanierung der Mitarbeiter."

 

Einen Trailer findet man hier: www.youtube.com/watch?v=TE0JKY5w9rM
Und etwas zu den Hintergründen des Filmes hier: www.workhardplayhard-film.de/info2.htm


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Darüber hinaus haben wir die Links Seite überarbeitet und noch drei neue Projekte mit aufgenommen, die ziemlich klasse sind.
>>> Links


15. April 2013

Aus dem "Newsletter April 2013 - 6"

Im neuen Jahr gab es fünf Berufswege Veranstaltungen: drei davon bei FSJ Seminaren, ein gut besuchtes Seminar in Prien und ein sehr intensives Seminar bei Koblenz mit einer anderen Coachin zusammen.

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Aber vor allem ist die „Berufswege“ Broschüre nun endlich fertig und kann bestellt werden. Für die Fertigstellung haben wir uns eine Woche Zeit genommen und sind nach „Osten“ bei „Hamburg“ gereist.


Wir haben inne gehalten und die ersten drei Jahre der "Berufswege Initiative", die über weite Strecken unser wesentlichster Lebensinhalt war, zusammengefasst und evaluiert. All die Erfahrungen und Erkenntnisse der letzten Jahre zu verarbeiten, darzustellen und zu veröffentlichen, war uns wichtig. Daraus ist eine umfangreiche Broschüre entstanden, ein Zwischenbericht der bisherigen Initiative.

Der erste Teil der Broschüre besteht aus einem umfangreichen Bericht über unsere verschiedenen Projekte. Beginnend mit der Entstehung des Filmes ab 2010 bis zur 2. „Berufswege“ Tagung im Oktober 2012.
Im zweiten Teil der Broschüre sind eher inhaltliche Texte zu finden:
Die „Berufswege Initiative“ mit ihren verschiedenen Projekten war für uns auch eine Suche und ein Experimentieren mit verschiedenen Formaten. Immer wieder neu haben wir nach den richtigen Formen gesucht, wie wir mit anderen gemeinsam an dem Thema Berufsfindung arbeiten können. Diese Auseinandersetzung haben wir versucht darzustellen.
Darüber hinaus sind wir unseren Forschungsfragen selber auf den Grund gegangen: Was denken andere Jugendliche und junge Erwachsene zu Berufsfindung? Und wie gehen sie diese an? Was ist darüber hinaus für sie ein Beruf? Mit vielen (in erster Linie jungen) Menschen waren wir zu diesen Fragen im Gespräch. Aus all dem hat sich in uns ein umfangreiches und vielseitiges Bild entwickelt. Dieses versuchen wir zu beschreiben.
Was wir daraus resultierend als mögliche und notwendige Schritte sehen, was es unserer Wahrnehmung nach braucht, rundet die Broschüre ab.

Bestellen kann man das schöne Ding unter: 
>>> Broschüre

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Mit besten Grüßen
Joshua & Dominik

26. Januar 2013

Wie man zu einer Aufgabe kommt

Leider ist es ja meistens so, dass beim Schnitt eines Filmes, vor allem wenn es sich um einen Dokumentarfilm handelt, nicht alles gute Material letztendlich im Film Platz findet.
Den folgenden Ausschnitt aus dem Interview mit Werner Küppers, welches wir im November 2010 gedreht haben, finde ich allerdings sehr wesentlich, auch wenn nur der Anfang davon in den Film hinein passte.

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Joshua: 
"Was meinst du, wie man zu einer Aufgabe kommt?"

Werner:
"Ja, dann komme ich wieder auf die innere Stimme. Ich hab ja beschrieben, wie sich das entwickelt hat und ich hab ja gesagt, schon als Kind war das einzige, wo bei mir innerlich eine Antwort da war die Vorstellung, Künstler zu sein.
Wie komme ich denn darauf? Also wie komme ich denn als kleines Kind auf diese Vorstellung? Das ist ja auch eine interessante Frage.
Und man kann ja auf der anderen Seite sagen, dass wir alle hier auf die Welt kommen und alle so eine innere Stimme haben und vielleicht auch alle eine besondere Aufgabe, warum wir hier sind. Und um diese Aufgabe zu finden, muss eben genau das kultiviert werden, also das wir lernen, unsere innere Stimme überhaupt zu hören.
Und auch der inneren Stimme zu vertrauen. Weil wir von der Außenwelt einem großen Druck ausgesetzt sind – also gerade im Schulsystem und so. Da ist eben alles andere wichtig, da wird dir das sogar kaputt gemacht regelrecht. Ich hatte zum Beispiel als Kind schon eine sehr ausgeprägte Handschrift, also eine Handschrift die nur ich hatte. Und ich habe immer eine Vier bekommen in Schrift.
Meine Handschrift, das war schon meine innere Stimme. Also die war da schon sichtbar, in dem ich eine sehr ausgeprägte Handschrift hatte. Und genau das sollte gedeckelt werden. So ist es mit vielen Sachen, die ganze Zeit stehen wir davor: machen wir jetzt einen faulen Kompromiss und machen wir irgendwas, weil wir unter Druck stehen oder weil die Außenwelt etwas Bestimmtes von uns fordert oder machen wir das was wir wollen?!
Aber um zu wissen, was du willst, musst du ja irgendwie was hören innerlich. Also da musst du ja eine Vorstellung haben. Und unser Bildungssystem ist eigentlich das Instrument um genau das zu verhindern, das wir auf unsere eigenen Dinge kommen: auf das was wir wollen! Da sollen wir gar nicht drauf kommen sondern wir sollen verwertbar gemacht werden für bestimmte Prozesse und da wird dir das regelrecht ausgetrieben.
Also kann ich immer nur sagen: hineinhören, in sich hineinhören und versuchen herauszufinden, wo will ich hin. Was passt. Und man merkt es wenn etwas passt! Also dann harkt wirklich was ein. Das kann ich eben auch wirklich so beschreiben: es passte alles zusammen – in dem Moment wo ich dem Omnibus begegnet bin, machte es klack und da passte alles zusammen. Also man merkt diesen Moment wo es stimmt."

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Beste Grüße in die Welt,
Joshua

28. Dezember 2012

Das eigene freie Selbst entwickeln

Lange haben wir hier nichts mehr geschrieben. Das wollen wir ändern und wieder etwas regelmäßiger schreiben über Entwicklungen des Projektes und vor allem Anregungen und Interessantes zu dem Thema "Berufsfindung".

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Auf zwei spannende Aussagen bin ich heute gestoßen. Sie treffen für mich, jede auf ihre Weise, den Kern dessen, was mein Anliegen ist. Ich habe das Gefühl, das hat damit zu tun, weshalb ich hier angetreten bin - weshalb wir alle hier angetreten sind.
Und für mich ist das auch der Bogen zur "Berufsfindung" - für mich geht es bei "Berufsfindung" genau um den Punkt, der angesprochen wird, und der für mich sehr deutlich bei der Berufssuche und -entscheidung zutage tritt (oder eben gerade nicht).


Ian McKellen (britischer, homosexueller Schauspieler, im Film "Herr der Ringe" und jetzt "Der Hobbit" spielt er den Zauberer "Gandalf"):

"Wenn man mich fragt, ob man es sich als junger schwuler Schauspieler leisten kann, sein Coming-out zu haben sage ich: Vergiss die Schauspielerei! Als Mensch schuldest du dir dein Coming-out. Nur wenn du mit dir selbst im Reinen bist, kannst du dich den Herausforderungen des Lebens stellen. Und wenn andere Leute damit nicht klarkommen - vergiss sie! Wenn du ein homosexueller Mann oder eine homosexuelle Frau bist und die Leute das nicht akzeptieren, dann willst du auch nicht mit diesen Leuten zusammenarbeiten. Egal wer sie sind, ob es sich nun um die wichtigsten Leute Hollywoods oder die britischen Gesellschaft handelt."
Aus einem Interview in dem Magazin "Interview", Ausgabe Dezember 2012


Arno Gruen (89 Jahre alt, Psychologe):

"Unsere Kultur macht es Menschen sehr schwer, ein eigenes freies Selbst zu entwickeln, weil sie das innere Erleben abwertet und Äußerlichkeiten, wie Besitz und Status, zum Maßstab des persönlichen Selbstwerts erhebt.[...]
Wir lernen schon früh, nicht selbst zu denken, sondern nach Regeln zu suchen, die uns zu dem führen, was wir zu finden hoffen. Tragisch ist dabei, dass wir uns, ohne ein Bewusstsein davon zu haben, auf vorprogrammierte Denkschemata verlassen, die eigene Denkprozesse verhindern. In unserer Zeit werden wir häufig dazu aufgefordert, kreativ zu sein. Die unausgesprochene Vorschrift, die wir verinnerlicht haben, weist uns jedoch an, dem Eigenen und Originären, das aus uns selbst spricht, nicht zu trauen. So bleibt uns das Eigene fremd.
Wir brauchen deshalb den Dialog mit Menschen, die Güte, Aufrichtigkeit und Uneigennützigkeit besitzen und offen dafür sind, das Eigene zu erkennen und zu fördern. Es müssen Menschen sein, deren Werte sich nicht an Macht, Erfolg und Geld orientieren und die deshalb zu einer Geisteshaltung fähig sind, die einen inneren Frieden herbeiführt. Es sind Menschen, die keine Angst vor dem Anderssein haben und frei sind von Anpassungsdrang. Nur so lässt sich zum Eigenen finden, das auf Mitgefühl basiert. Nur so wird man das eigene Selbst entdecken und nicht mehr nach Dogmen suchen, um sich selbst zu definieren.[...]
Viele von uns haben noch Träume, die mit unserer Sehnsucht nach menschlicher Verbundenheit zu tun haben. Diese Träume, die tief aus unserem Inneren kommen, können uns eine Hilfe sein, denn sie tragen dazu bei, die Wahrheit zu erkennen, und stärken den Mut, unser Mitgefühl zum Maßstab unseres Handelns zu machen. Denn darum geht es: an dem Glauben an das Gute im Menschen festzuhalten.[...]
Es bleibt uns keine andere Wahl, als uns auf unser Herz und Mitgefühl zu besinnen. Nur so werden wir die Urängste, die uns zu zerstören drohen, bändigen."

Aus seinem Buch "Ich will eine Welt ohne Kriege". Einen etwas längeren Auszug (dem ich die Zitate oben entnommen haben) gibt es hier: 

>>> http://www.oya-online.de/article/read/839-eine_welt_ohne_kriege.html

Zwei Fragmente sind mir beim lesen gekommen:
Ich muss es einfach tun - ungeachtet der äußeren Konsequenzen.
Die größte Herausforderung und Fähigkeit ist, an das Gute im Menschen zu glauben.

Joshua

20. April 2012

Postkarte

„Wenn du eine Garantie brauchst, dann kaufe einen Toaster.“
Clint Eastwood

Schon seit längerem gingen wir mit der Idee schwanger, eine Postkarte zu veröffentlichen mit einem eher inhaltlichen Statement von uns zu dem Thema Berufsfindung.
In Zusammenarbeit mit Marian Conens („abgekartet“) ist diese nun entstanden.

Immer wieder tauchte bei uns in Gesprächen über das Thema Berufsfindung der Vergleich zur Liebe auf.
Ist einen Beruf zu finden vergleichbar mit dem Erlebnis sich zu verliebt?
Kann man sich in eine Tätigkeit, eine Fragestellung oder ein Thema so verlieben wie in eine Frau oder einen Mann?
Das wäre eine Intensität und Hingabe, die für uns eine maßgebliche Qualität ist für einen Beruf, der vielleicht erst durch die Liebe zu dem wird, wo der Begriff herkommt: einer Berufung.
In der Berufung verliebe ich mich in die Welt - an einem spezifisch, wenn auch vielleicht nicht klar benennbaren, Ansatzpunkt - mit einem Willensimpuls oder Handlungsdrang.
Ich erlebe eine Beziehung von auf der einen Seite etwas, was wesentlich mit dem zu tun hat, wer ich bin und auf der anderen Seite etwas, was ich in der Welt als Potenzial, als Frage, als Rätsel erlebe.
Berufsfindung würde dann heißen: wie lerne ich mich zu verlieben? Beziehungsweise, welche Bedingungen muss ich herstellen um mich verlieben zu können?
Vielleicht lässt sich dem Rätsel der Berufsfindung nur näher kommen, wenn das Rätsel der Liebe weiter durchdrungen wird?
Die Liebe deutet für uns in die Richtung, in der unsere Sehnsucht ist im Bezug auf die Berufsfindung und -suche. Aber geht es anderen ebenso?

Die Karte ist bei abgekartet erhältlich oder bei unseren Veranstaltungen.
Die Postkarten gibt es übrigens auch als Poster in DIN A2. Bei Interesse schicken wir gerne welche zu: tour@berufswege.com.

Dominik

13. Dezember 2011

Lüneburg, Bremen & Hamburg waren das Ziel

Halt machten wir in dem „Freiraum Lüneburg“ (Coworking Space) und zeigten dort den Film. Der „Freiraum“ ist noch ganz neu und wurde erst im Oktober eröffnet, wir waren die ersten die dort einen Film präsentieren durften. Ein paar interessierte Menschen kamen, so ergaben sich nach dem Film noch sehr anregende Gespräche und Kontakte.
Später am Abend gingen wir auf einen Kaffee bzw. Bier in die „Hausbar“. Die „Hausbar“ wurde von den vier Menschen die auch den „Freiraum“ ins Leben gerufen haben aufgemacht. Dazu gibt es noch einen Club in dem gleichen Gebäude wo sich auch der „Freiraum“ befindet, am Wochenende finden dort immer Veranstaltungen statt.
Also wirklich beeindruckend was die Vier dort auf die Beine gestellt haben.

Am Morgen zogen wir durch die schöne Altstadt von Lüneburg und setzten uns anschließend in den „Freiraum“ um ein bisschen zu arbeiten. Dort entstand auch die Idee einen Newsletter aufzubauen, wer sich dort Anmelden möchte kann dies gerne auf unserer Internetseite (www.berufswege.com) unter „Aktuelles“ tun.

Wer mal in Lüneburg ist, sollte unbedingt in den „Freiraum“ bzw. in die „Hausbar“ gehen, aber die Stadt lohnt sich auch anzuschauen.

Am Abend ging es nach Bremen, dort mussten wir erst einmal die Hochschule bzw. das richtige Gebäude finden. Dort haben Studenten sich einen „Freiraum“ eingerichtet. Zwischen zwei Tafel wurde der Film gezeigt und auf einem Billiardtisch wurden die DVD´s und Flyer drapiert. Etwa 15 junge Menschen waren dort und nach dem Film diskutierten ein paar kleinere Gruppen über das Thema.
Während der Film am 1. Dezember im Kulturhaus III&70 lief, tobte alles drum herum. Sieben Menschen kamen und waren nach dem Film sehr begeistert.
Durch einen Artikel im Sommer in der „Oya. anders denken.anders leben“ sind diese drei Aufführungen entstanden, dafür wollen wir uns noch einmal bedanken.
Bald mehr, unter anderem auch ein Rückblick und Ausblick im ersten Newsletter.
Dominik

6. November 2011

Die Tour geht weiter...

Mal wieder waren wir viel unterwegs. 
Zum Einen bei der Tagung in Stuttgart, die sehr erfolgreich war. Mit ca. 40 bis 50 jungen Leuten wurde intensiv an dem Thema Berufsfindung gearbeitet. Ein großes Thema dabei war die Frage: Wie soetwas wie eine innere Stimme gehört werden kann und was das überhaupt ist?!
Ich finde es immer wieder sehr spannend und bereichernd, wenn Menschen zusammen kommen, weil sie gemeinsam an etwas arbeiten wollen, weil es sie bewegt und interessiert. Viele wichtige Gedanken und Ideen wie auch persönliche Beziehungen sind entstanden.





Es folgte eine Aufführung des Filmes in Karlsruhe, in einer sehr netten, kleinen Bar, mit ungefähr 20 Zuschauern, mit denen wir noch lange in heiße Diskussionen verwickelt waren. Organisiert wurde die Veranstaltung von Miriam, die in einer Zeitung von dem Film gelesen hatte und darauf hin loszog um eine Veranstaltung in Karlsruhe auf die Beine zu stellen. So lief und läuft es mit vielen unserer Aufführungen, dass engagierte Menschen in "ihrer" Stadt eine Aufführung auf die Beine stellen. Ganz vielen Dank an dieser Stelle an alle diese Menschen!
Zu guter Letzt waren wir auch noch in Basel, bei Benjamin, einem unserer Protagonisten, wo wir den Film zeigten. Da er bereits allen seinen über 40 Mitarbeitern den Film geschenkt hatte, war es hier nicht ganz so voll, und mit ca. 10 bis 15 Zuschauern sahen wir den Film direkt neben dem Safe der auch im Film vorkommt.

Bei der Tour wurde für mich mal wieder deutlich, dass es ein großes Interesse und auch eine Not gibt, die das Thema Berufsfindung betrifft und daher immer wieder großes Lob für unseren Film und viele spannende Auseinandersetzungen und Gespräche. Das ist immer wieder eine schöne Erfahrung, vor allem vor dem Hintergrund, dass alle eher konventionellen (und kommerziellen) Versuche mit dem Film wenig erfolgreich waren - sowohl bei Filmfestivals, als auch bei 3Sat (über drei Ecken hatten wir hier einen persönlichen Kontakt), fand der Film keine bis wenig Beachtung.
So scheint es uns immer deutlicher, dass es vor allem darauf ankommt, neue, eigene Vertriebswege und Möglichkeiten der Aufführung zu suchen und zu realisieren.
Aktuell liegt unser Schwerpunkt darauf Veranstaltungen an Schulen zu realisieren.
>>> Tour

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Weitere Infos, vor allem inhaltliche Hinweise, sind auch auf unserer Facebook Seite zu finden.

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Soweit ein Zwischenbricht von Joshua.

7. Oktober 2011

Tagung in Stuttgart und vergangenes

Aus der Tagung im Mai in Berlin, die im Anschluss an die Premiere statt fand, ist nun eine weitere in Stuttgart entstanden. Organisiert vom "Jugendforum Zeitfragen" wird es im Forum3 vom 28. bis 30. Oktober wieder Raum für die Auseinandersetzung mit dem Thema "Berufsfindung" geben. Sehr ähnlich wie in Berlin wird am Freitag Abend der Film gezeigt und Samstag und Sonntag ist dann Raum für Gespräche.
Alle Interessierten sind herzliche willkommen!
>>> http://www.forum3.de/seminare/99/

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Letztes Wochenende in Hannover bei einem Kongress, veranstaltet vom "Bund der Waldorfschulen" zu dem aus dem ganzen Bundesgebiet mehrere hundert Lehrer, Eltern und Schüler anreisten. Mit einem Stand und einer Vorführung des Filmes haben sich hier einige Kontakte ergeben, aus denen hoffentlich die erste Aufführungen an Schulen entstehen.






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Auch zu unserer Aufführung hier in Berlin am 16.09., zusammen mit dem Future@ucation Team, gibt es eine schöne und umfangreiche Doku im Netz (mit Fotos, Film und Text).
>>> http://www.berlin-agora.de/doku-berufswege-in-berlin

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Darüber hinaus ereilen uns regelmäßig neue Anfragen und wir kommen kaum hinter her, alles zu realisieren. Insofern lohnt es sich, immer mal wieder unter Tour nach zu schauen, da kommen jetzt immer wieder neue Termine.
>>> Tour

5. September 2011

Jobs zu Liebe und Arbeit

Ich bin, dank einem Hinweis, auf einen Vortrag von Steve Jobs gestoßen, den ich wirklich bemerkenswert finde. Sehr persönlich erzählt er aus seinem Leben, was ihm wichtig ist und wie er so erfolgreich geworden ist.
Ein wunderbares Statement dazu, was man in unserer Gesellschaft angeblich alles tun muss, um Anerkennung zu bekommen, Erfolg zu haben und jeden Monat seine Miete zahlen zu können. 
Auf 8,3 Mrd. Dollar wird Jobs Vermögen geschätzt. Damit kann man einige Jahre miete zahlen.

Ich bin überzeugt, dass meine Liebe zu meiner Arbeit mein einziger Antrieb war. Man muss finden, was man liebt - das gilt für die Arbeit wie fürs Privatleben. Ihre Arbeit wird einen großen Teil Ihres Lebens einnehmen. Und die einzige Möglichkeit, Zufriedenheit zu erlangen, besteht darin, das zu tun, was man selbst für großartige Arbeit hält. Und der einzige Weg, großartige Arbeit zu leisten, besteht darin zu lieben, was man tut. Haben Sie das noch nicht gefunden, dann suchen Sie weiter, lassen Sie nicht locker. Wie bei allen Herzensangelegenheiten werden Sie wissen, wenn Sie das Richtige gefunden haben. Und wie jede gute Beziehung wird auch diese im Laufe der Jahre immer besser. Suchen Sie weiter. Finden Sie sich nicht mit weniger ab.
Steve Jobs, Juni 2005, Stanford

Wer sagt noch mal, dass man unbedingt Zertifikate braucht, offizielle Stempel und vor allem irgendeine Absicherung, etwas anerkanntes, etwas normales?
Viel wird uns von Anfang an eingetrichtert, was man nicht alles tun müsste um überhaupt von Sicherheit in der Zukunft sprechen zu können.
Jobs ist eine Ausnahme – das wäre vielen am liebsten. Er hatte einfach Glück, oder gute Voraussetzungen.
Damit ist das Problem von uns selber weg. Die Verhältnisse sind die Ursache.
Woher kommt diese Angst? Die Angst vor sich selbst?

Warum hat Jobs sein Leben so gelebt, wie er es getan hat? Wieso war der Glaube daran, nur mit Liebe, der Arbeit und dem Leben gerecht werden zu können, so groß?
Jobs bringt sehr klar und beeindruckend auf den Punkt, was mich seit einigen Jahren sehr beschäftigt.

Aber am besten hören oder ließt man ihn selber.

Einmal auf englisch als Video:

Und in deutsch als Text:


Joshua Conens

25. August 2011

Filmfest, Aufführungen und Fortführung

Wir haben die erste Zusage von einem Festival. Noch dazu von einem, wo es uns ganz besonders freut, dem EigenRegie Filmfest in Potsdam.

"Unzählige Schlagworte beschreiben das Leben unserer Generation, die mit angeblich zahllosen Wahlmöglichkeiten gesegnet ist! Dabei den roten Faden zu finden, fällt jedoch oft schwer. Prekäre Arbeit(s)Kultur ohne Work-Life-Balance, unbezahltes Dauerpraktikum und kreative, mobile Arbeit in Scheinselbständigkeit, digital beheimatet, tausend Freundschaften im Web 2.0 und doch kein soziales Netz(werk) zum Reden. Moment, wie wollen wir eigentlich leben?
Mit dieser Frage beschäftigen wir uns und laden Sie zum ersten EigenRegie Filmfest in das Thalia Filmtheater nach Potsdam-Babelsberg ein.Vom 7. bis 9. September gehen wir mit Ihnen und weiteren fabelhaften Gästen auf die Suche nach Visionen eines selbstbestimmteren und unabhängigeren Lebens"

>>>  http://eigenregiefilmfest.blogsport.de/

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Ebenfalls steht nun eine weitere Aufführung in Berlin. In Zusammenarbeit mit Future@education wird es dazu auch ein Rahmenprogramm geben mit vorherigen Diskussionen.

"Wie könnte Berufsorientierung in Berlin zukünftig gestaltet werden?
3 Wochen bevor in London Jugendliche wutentbrannt die Straßen stürmten, protestierten Jugendliche in Neukölln gegen geplante Sozialkürzungen und die Schließung ihrer Zentren und Treffpunkte.
Diese Zentren sind Orte der Begegnung und des Austausches, wo Jugendliche aktiv ihre Zukunft (z.B. informelle Berufsorientierung) gestalten und sich in der Gesellschaft engagieren können.
Wenn diese Orte nicht mehr zur Verfügung stehen, wo sind dann die Räume in Berlin, an denen gesellschaftliche und persönliche Zukunftsgestaltung möglich ist?
Wie könnte Berufsorientierung der Zukunft in ganz Berlin – nicht nur in den Problembezirken – aussehen?"

>>>  http://www.berlin-agora.de/1609-berufswege-in-berlin

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Ansonsten sind wir fleißig dabei unsere Tour mit dem Film zu planen. Das Konzept dazu steht nun endlich.
Wir freuen uns über Möglichkeiten, den Film zu zeigen.
>>>  Tour

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Wir haben noch mal aktiv den Entschluss gefasst, unsere Idee anzugehen, weitere Kurzporträts zu drehen und in Form von Vodcasts hier zur Verfügung zu stellen und den Film "Berufswege" damit zu ergänzen durch weitere Biografien.
Auch hier freuen wir uns über Vorschläge.
>>>  Zukunft

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Für das Team,
Joshua

21. Juli 2011

Texte

Gerade bin ich über einen sehr interessanten Artikel zum Thema Berufsfindung und Wirtschaft gestoßen (die gesamte Zeitung ist sehr zu empfehlen):
>>>  http://www.oya-online.de/article/read/117.html

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Und Jelle van der Meulen einen sehr schönen Text zu unserem Film geschrieben.
>>> http://jellevandermeulen.blogspot.com/2011/06/berufswege-ein-film-von-caroline.html

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Joshua