Leider ist es ja meistens so, dass beim Schnitt eines Filmes, vor allem wenn es sich um einen Dokumentarfilm handelt, nicht alles gute Material letztendlich im Film Platz findet.
Den folgenden Ausschnitt aus dem Interview mit Werner Küppers, welches wir im November 2010 gedreht haben, finde ich allerdings sehr wesentlich, auch wenn nur der Anfang davon in den Film hinein passte.
Den folgenden Ausschnitt aus dem Interview mit Werner Küppers, welches wir im November 2010 gedreht haben, finde ich allerdings sehr wesentlich, auch wenn nur der Anfang davon in den Film hinein passte.
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Joshua:
"Was meinst du, wie man zu einer Aufgabe kommt?"
"Was meinst du, wie man zu einer Aufgabe kommt?"
Werner:
"Ja, dann komme ich wieder auf die innere Stimme. Ich hab ja beschrieben, wie sich das entwickelt hat und ich hab ja gesagt, schon als Kind war das einzige, wo bei mir innerlich eine Antwort da war die Vorstellung, Künstler zu sein.
"Ja, dann komme ich wieder auf die innere Stimme. Ich hab ja beschrieben, wie sich das entwickelt hat und ich hab ja gesagt, schon als Kind war das einzige, wo bei mir innerlich eine Antwort da war die Vorstellung, Künstler zu sein.
Wie
komme ich denn darauf? Also wie komme ich denn als kleines Kind auf
diese Vorstellung? Das ist ja auch eine interessante Frage.
Und man
kann ja auf der anderen Seite sagen, dass wir alle hier auf die Welt
kommen und alle so eine innere Stimme haben und vielleicht auch alle
eine besondere Aufgabe, warum wir hier sind. Und um diese Aufgabe zu
finden, muss eben genau das kultiviert werden, also das wir lernen,
unsere innere Stimme überhaupt zu hören.
Und auch
der inneren Stimme zu vertrauen. Weil wir von der Außenwelt einem
großen Druck ausgesetzt sind – also gerade im Schulsystem und so.
Da ist eben alles andere wichtig, da wird dir das sogar kaputt
gemacht regelrecht. Ich hatte zum Beispiel als Kind schon eine sehr
ausgeprägte Handschrift, also eine Handschrift die nur ich hatte.
Und ich habe immer eine Vier bekommen in Schrift.
Meine
Handschrift, das war schon meine innere Stimme. Also die war da schon
sichtbar, in dem ich eine sehr ausgeprägte Handschrift hatte. Und
genau das sollte gedeckelt werden. So ist es mit vielen Sachen, die
ganze Zeit stehen wir davor: machen wir jetzt einen faulen Kompromiss
und machen wir irgendwas, weil wir unter Druck stehen oder weil die
Außenwelt etwas Bestimmtes von uns fordert oder machen wir das was
wir wollen?!
Aber um
zu wissen, was du willst, musst du ja irgendwie was hören innerlich.
Also da musst du ja eine Vorstellung haben. Und unser Bildungssystem
ist eigentlich das Instrument um genau das zu verhindern, das wir auf
unsere eigenen Dinge kommen: auf das was wir wollen! Da sollen wir
gar nicht drauf kommen sondern wir sollen verwertbar gemacht werden
für bestimmte Prozesse und da wird dir das regelrecht ausgetrieben.
Also
kann ich immer nur sagen: hineinhören, in sich hineinhören und
versuchen herauszufinden, wo will ich hin. Was passt. Und man merkt
es wenn etwas passt! Also dann harkt wirklich was ein. Das kann ich
eben auch wirklich so beschreiben: es passte alles zusammen – in
dem Moment wo ich dem Omnibus begegnet bin, machte es klack und da
passte alles zusammen. Also man merkt diesen Moment wo es stimmt."
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Beste Grüße in die Welt,
Joshua
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Beste Grüße in die Welt,
Joshua
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